Holger Heuber

Vortrag: Am Ende der Welt

Sieben Wochen fernab jeglicher Zivilisation, unterwegs mit Schlitten und Snowkites und dabei der ständigen Gefahr von Eisbären ausgesetzt. Das waren die Begebenheiten der Expedition der Kletterer, Stefan Glowacz, Robert Jasper und Holger Heuber die sie nach Baffin Island in Kanada führte. Immer auf der Suche nach der unentdeckten Felswand.

Die unberührten Orte unserer Welt sind selten geworden. Die meisten der ehemals weißen Flecken auf den Landkarten sind kartiert, erforscht und bereits besiedelt. Und doch gibt es sie: Jene mystischen Orte, die noch nie von Menschenfüßen betreten worden sind.

Das Team um Stefan Glowacz und Holger Heuber wollen sie irgendwo zwischen der kanadischen Nordküste und Grönland entdecken, auf der fünftgrößten Insel der Erde: Baffin Island.Straßen gibt es auf Baffin Island keine.

Die Fortbewegung ist, abhängig von der Saison, nur zu Fuß, mit Schlitten oder Schneemobilen möglich. Im Gegensatz zum Anmarsch wird das Team für die Rückkehr in die Zivilisation auf Schneemobile verzichten.

Die 340 Kilometer lange Strecke werden sie lediglich mit Hilfe von Snowkites und Skiern zurücklegen. Die Ausrüstung wird auf Schlitten hinterher gezogen. Ziel ist die im Süden der Insel gelegene Inuit-Siedlung Clyde River. Insgesamt zwei Wochen sind für den Rückweg eingeplant, eine unvorstellbare Anstrengung in der klirrenden Kälte des arktischen Kanadas.

Baffin Island liegt zwischen der kanadischen Nordküste und Grönland. Während der Westteil der Insel vorwiegend aus flacher Tundra und Sumpflandschaften besteht, wird ihr Ostteil durch einer Serie tief eingeschneiter Täler gegliedert.

Diese münden in die Baffin Bay, ein nördliches Randmeer des Atlantischen Ozeans zwischen Grönland und dem Kanadisch-Arktischen Archipel. Dort bilden sie eine einzigartige Serie wilder Fjorde, aus denen bis zu 1600 Meter hohe und extrem steile Wände aus Gneis und Granit aufragen.

Während die Fjorde unmittelbar östlich der Siedlung Clyde River bereits von Kletterern besucht wurden, blieben die etwas weiter entfernten Fjorde bis heute unberührt. Ein Traumziel für Kletterer und Abenteurer, das den pakistanischen Trango-Türmen oder den Granitspitzen Patagoniens absolut ebenbürtig ist.

Fotos: Klaus Fengler

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