Holger Heuber

Vortrag: Acopan - Insel der Zeit

Seit ewigen Zeiten ranken sich Mythen und Legenden um die Tafelberge Venezuelas. Die einheimischen Indianer nennen die Tepuis, den »Sitz der Götter«.

Erst in den letzten ca. 20 Jahren konnten diese Felsformationen der Gran Sabana, dem Hochplateau Venezuelas, erfasst werden. Meist entziehen sie sich unter einer dicken Wolkendecke sämtlichen Blicken von Mensch und Technik. Und das so konsequent, dass einige Gebiete bis heute unerforscht geblieben sind.

Auch deshalb ist und bleibt Venezuela ein spannendes, geheimnisvolles Land, das Abenteurer, Glücksritter, Gauner anzieht – und immer wieder Kletterer. Die in allen Rotschattierungen leuchtenden Fels- formationen brechen senkrecht und überhängend in die Tiefe. Verstreut wie Inselarchipele liegen sie in der Weite des Urwaldgrüns und der Steppe der Gran Sabana. Sie tragen deshalb auch den Namen »Inseln der Zeit«. Keine Straße führt zu den Tepuis; sie sind nur mit einem Helikopter oder Buschflugzeug erreichbar – oder ganz traditionell mit einem Kanu auf dem Wasserweg, den die einheimischen Pemón Indianer seit vielen Generationen nutzen.

In Venezuela müssen wir das Abenteuer nicht suchen, dieses Land fordert es ein. By fair means ist hier keine bewusst praktizierte Abenteuerphilosophie, sondern die einzige Möglichkeit, das Ziel aus eigener Kraft zu erreichen.

Wir entscheiden uns dafür, den Acupan Tepui wie die Pemón mit Kanus über den Flusslauf des Rio Caruay erreichen zu wollen, in freier Kletterei die Wand zu durchsteigen und anschließend mit unseren Booten in die Zivilisation zurückzukehren.

Fotos: Klaus Fengler

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